Der Hintergrund

Demografischer Wandel und Veränderungen in der Arbeitswelt

Der demografische Wandel ist mit Schlagworten wie Überalterung und Fachkräftemangel in aller Munde. Tatsächlich sind die Folgen auf betrieblicher Ebene bereits bemerkbar.

Für Unternehmen zeigt sich dies in zunehmenden Schwierigkeiten bei Arbeitsgestaltung und Personalplanung, für die älter werdenden Belegschaften nehmen die Belastungen zu, wenn Arbeitsprozesse nicht angepasst werden.

Der Dienstleistungssektor mit seinen sich ständig verändernden Kundenansprüchen ist vom Wandel stark betroffen. Dennoch überwiegt bei vielen Unternehmen statt aktivem Handeln bislang eher ein duldendes Hinnehmen bzw. Sich-Arrangieren mit diesen Veränderungen.

Ein Bewusstsein dafür, dass Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen aufgrund des demografischen Wandels nicht unabwendbar sind, sondern dass – im Gegenteil – die Arbeitswelt formbar ist, fehlt noch weithin. Dabei existieren bereits viele gute Gestaltungsansätze und Instrumente. Diese müssen nur weiter in die Praxis übertragen werden.

 

Hier setzt ZusammenWachsen – ArbeitGestalten an!

Noch immer liegen die Erwerbstätigen- und die Beschäftigtenquote von Älteren zwischen 60 und 64 Jahren auf einem niedrigen Niveau: Der Anteil in dieser Altersgruppe erreicht aktuell rund 40 Prozent, der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten rund 23 Prozent – einschließlich Altersteilzeitphase. Der aktuelle Bericht der Bundesregierung „Aufbruch in die altersgerechte Arbeitswelt“ (2010) verweist zwar darauf, dass sich diese Quoten in den vergangenen Jahren erhöht haben. Andere Untersuchungen mutmaßen jedoch, dass bisher und in absehbarer Zukunft in vielen Bereichen die Voraussetzungen für eine längere, aktive Erwerbstätigkeit nicht gegeben sind. In zahlreichen Berufen deutet die hohe Quote gesundheitsbedingter Frühberentungen darauf hin, dass unter den herrschenden Bedingungen auch in näherer Zukunft kaum alle Beschäftigten problemlos länger erwerbstätig bleiben können. Die Arbeitsbewältigungsfähigkeit der Beschäftigten wird angesichts der steigenden Arbeitsanforderungen beansprucht. Verstärkend wirken – vor allem im Dienstleistungsbereich – veränderte Kunden-, Klienten- oder Patientenansprüche. Im Privatleben wachsen die Pflege- und Erziehungsverpflichtungen.

Die Bundesregierung betont in ihrem aktuellen Bericht ebenfalls: „Die Arbeitsgesellschaft von morgen wird eine andere sein, als wir sie heute kennen. Der demografische Wandel führt zu einer erheblichen Verringerung des Potenzials an Erwerbspersonen, das außerdem deutlich älter wird.“

Dennoch: In den letzten Jahren wurden vielfältige Ansätze und Instrumente zur präventiven und nachsorgenden Personalentwicklung sowie zur Arbeitsgestaltung entwickelt und in der Praxis erprobt.

Das Team von ZusammenWachsen – ArbeitGestalten ist überzeugt: Die Gestaltung des Wandels ist möglich, wenn Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung in den Unternehmen auf die spezifischen Fähigkeiten und Kompetenzen älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgerichtet werden.

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