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Erziehungs- und Sozialdienste

Meilensteine auf dem Weg zu gesunder Arbeit

Soziale und erzieherische Berufe stärker in den Fokus rücken

Gute und menschengerechte Arbeit hat in Berufen mit hohen physischen und psychischen Belastungen besonderen Stellenwert. Bereits 2009 wurde deshalb für rund 220.000 Beschäftigte der Sozial- und Erziehungsdienste ein Gesundheitsschutz-Tarifvertrag abgeschlossen, der nach und nach mit Leben erfüllt wird. Dabei sollen psychische und körperliche Arbeitsbelastungen an die Gesundheit der Beschäftigten angepasst und gesundheitsförderliche Bedingungen ausgebaut werden. Analysiert wird, was Gesundheit und Wohlbefinden fördert oder hemmt. Gemeinsam werden Wege für gesunde und alter(n)sgerechte Arbeit gesucht – betriebliche Kommissionen begleiten diese partizipativen Projekte.

Erzieherinnen physisch und psychisch stark gefordert

Die KiTa Studien von der GEW und ver.di ermittelten zahlreiche Belastungsfaktoren. Danach fühlen sich Beschäftigte von hohem Geräuschpegel, Zeitmangel, körperlicher Anstrengung, der Interaktion mit den Eltern aber auch durch mangelnde räumlich-materielle Ausstattung beansprucht. Mit hohem Altersdurchschnitt, großen physischen und psychischen Anforderungen und Personalmangel ist die Situation in den 80 städtischen Kitas von Leipzig mit der in vielen Orten vergleichbar. Zehn Kitas sind jetzt angesprochen, sich an Gesundheitswerkstätten zu beteiligen, um präventive Maßnahmen zu erarbeiten. ver.di ist aktiver Partner dieses Projektes – auch, um bei der »nicht einfachen Umsetzung« des Gesundheitstarifvertrages voranzukommen. »Wir wollen den Kolleginnen Orientierung geben und sie umfassend einbeziehen «, sagt Manuela Schmidt, Leiterin des Fachbereichs Gemeinden ver.di Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen. »Nach der Auftaktkonferenz ZusammenWachsen – ArbeitGestalten werden wir starten.«

Öffentlichkeit und Aktivität

Soziale, erzieherische und pflegerische Berufe müssen stärker in den Fokus gerückt und aufgewertet werden. »Dafür ist das Demografie- und Tarifprojekt sehr hilfreich. Jede Form von Öffentlichkeit ist gut«, schätzt Harald Giesecke, ver.di Bundesfachgruppenleiter Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe ein. In allen großen Kommunen sind im Geltungsbereich des Tarifvertrages öffentlicher Dienst jetzt paritätisch besetzte betriebliche Kommissionen eingesetzt, die die Gesundheitsförderung im Sozial- und Erziehungsdienst begleiten. In dezentralen Bereichen werden Projektsteuerungsgruppen gebildet. Handlungsfelder für Veränderungen liegen in den Betrieben sowohl beim Führungspersonal als auch bei den Beschäftigten. Zudem müssen kommunale Reserven erschlossen werden. Wenn 2014 der derzeitige Gesundheitstarifvertrag ausläuft und neu verhandelt werden muss, sollen Erfahrungen aus dem Projekt ausgewertet und gebündelt werden, um den betrieblichen Gesundheitsschutz weiterzuentwickeln.

 

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